Mobilität ist ein menschliches Grundbedürfnis und einer der Schlüssel zur wirtschaftlichen Entfaltung einer Gesellschaft. Kein Wunder, räumten bereits die ersten Zivilisationen Verkehrswegen zu Wasser und zu Lande eine hohe Priorität ein, sei es in China, im antiken Europa oder im indigenen Amerika.

Lange Zeit war das Reisen über weite Distanzen den Händler*innen, den Mächtigen und den Reichen vorbehalten. Heute ist die Mobilität für alle eine Selbstverständlichkeit. Aus sozialer Sicht ist das zu begrüssen. Aus ökologischer Sicht hingegen stellt die Mobilität eine enorme Belastung dar für unseren Planeten und ist mitverantwortlich für die Klimaveränderung.

Mobilität muss teurer werden, besonders über weite Distanzen. Nötig sind hierzu griffige CO2-Abgaben. Und Zölle. Ja, Zölle, denn der globale Freihandel dient nur dem Kapitalismus, macht die Reichen reicher und die Armen ärmer. Weltweit.

Für den Berufsverkehr und den Freizeit-Nahverkehr muss der Langsamverkehr deutlich mehr gefördert werden. Denn wenn der ÖV attraktiv ist, wird er auch genutzt. Dasselbe gilt für Velo- und Fussverbindungen, deren Ausbau bereits heute vom Bund finanziell gefördert wird. Dass dies alles nicht ausreicht, zeigt sich exemplarisch bei der Bahninfrastruktur, deren Ausbau der Nachfrage seit langer Zeit um 10 bis 20 Jahre hinterher hinkt.