Der Service public ist in der Schweiz auf einem hohen Niveau. Das dient uns allen, ebenso der Wirtschaft. Wir haben ein einmaliges öffentliches Verkehrsnetz, das es weiter auszubauen gilt. Und dessen Attraktivität mit ermässigten Preisen und verdichtetem Takt verbessert werden kann. Mit dem Nutzen des ÖV anstelle von Autos verhalten wir uns zudem klimafreundlich.

Bürgerliche Politiker*innen greifen den Service public immer wieder frontal an, sei es mit Privatisierungsversuchen oder mit Sparübungen. Ich trete gegen beides an.

Viel zu reden gibt seit Jahren das Verhalten der Post: Statt Poststellen zu Service-public-Dienstleistungszentren weiter zu entwickeln, schliesst sie eine Poststelle um die andere. Das muss sich mit klaren politischen Vorgaben durch den National- und Ständerat ändern.

Ändern müssen sich auch die politischen Vorgaben für die Swisscom: Nicht Gewinnmaximierung soll soll das Ziel sein, sondern top Dienstleistungen. Das erfordert motivierte Mitarbeitende, die sich nicht Jahr für Jahr von Neuem vor massivem Personalabbau fürchten müssen.

Auch Radio und Fernsehen sind wichtige Bestandteile des Service public. Demokratiefeindliche Kräfte möchten die Hoheit über die Informationen gerne in private Hände legen. Ich will weder Murdoch- noch Berlusconi-TV in der Schweiz. Und die Weltwoche darf nicht zum Leitmedium werden. Deshalb stehe ich voll und ganz hinter der SRG und der Vielfalt bei den Lokal-TVs und -Radios.

2018 hat der Thuner Stadtrat meinen Vorstoss für eine Digitalisierungsstrategie einstimmig angenommen. Nun kann das IT-Budget erhöht werden. Zugunsten der Schulinformatik. Zugunsten neuer digitaler Mehrwerte für alle, wie z.B. das elektronische Melden eines Umzugs. Oder Reklamationen über ausgefallene Strassenlampen, holprige Velowege und unklare Verkehrssignalisationen via eine Thun-App.