Gesundheit

Noch nie wurden die Menschen so alt wie heute, noch nie in der Geschichte der Menschheit war es um unsere Gesundheitsversorgung so gut bestellt. Das hat seinen Preis; wir alle spüren dies bei den Krankenkassenprämien. Doch anstatt nur zu ächzen, sollten wir uns des Glücks bewusst werden, das wir heute haben.

Das Glück der guten Gesundheit haben nicht alle. Umso wichtiger ist das solidarische Mittragen der Gesundheitskosten aller. Eines aber gilt es anzupassen: Es darf nicht sein, dass der Mittelstand unter der Last der Krankenkassenprämien zusammenbricht. Wie bei anderen Sozialversicherungen auch sollten die Prämien abhängig sein vom Einkommen. Und über die Reichstumssteuer (direkte Bundessteuer) sollte sich der Bund stärker an den Gesundheitskosten beteiligen. Am besten über eine Einheitskasse. Denn die heutige Vielzahl der Krankenkassen verschlingt unnötig einen Teil unserer Prämien für Verwaltungsräte, Management, Marketing und anderen Kosten, die mit einer Einheitskasse deutlich reduziert werden könnten.

Die Pharma-Lobby hat hohen Einfluss in Bundes-Bern. Die Folge davon sind zu hohe Medikamentenpreise und das Schlechtreden von Alternativmedizin. Hinzu kommen ungeheuerlich hohe Preise für neue Krebsmedikamente. Dies führt zu einer Zweiklassengesellschaft: Reiche können sich die teuren Medikamente leisten, der Mittelstand nicht. Ist es gottgegeben, dass Forschung & Gewinne privat sind? Nein, dahinter steckt politische Absicht der Kapitalismus-Anbeter*innen.